Campbericht: BBS Herbstcamp 2017

Auch dieses Jahr veranstaltete unser Basketballverein ein Basketballcamp in der zweiten Herbstferienwoche. Sowohl zwanzig Kinder und Jugendliche aus dem Verein und von außerhalb als auch sechs Trainerinnen und Trainer kamen dafür in unsere Heimhalle in der Dessauerstraße, um diese Woche gemeinsam zu verbringen. Im Zentrum stand dabei wie immer der Spaß daran, gemeinsam spielerisch Basketball zu lernen. Insgesamt dauerte das Camp fünf Tage.

Montag: Am Montag begann unsere gemeinsame Woche mit dem obligatorischen Check-In. Die Kinder wurden mit Getränken versorgt und bekamen die Nummern, die sie für den Spielbetrieb im Camp benötigten. Im Anschluss hatten sie einige Minuten Zeit, um ein bisschen zu werfen und einander von ihren bisherigen Ferien zu erzählen.

Da auch für uns einige neue Gesichter dabei waren und die Spielerinnen und Spieler nach Vereinen und Mannschaften bunt gemischt waren, spielten wir zur Begrüßung ein paar Kennenlernspiele, um unsere Namen zu erlernen. Im Anschluss wandten wir uns dem ersten Fokus dieser Woche zu: dem Passen und Dribbeln. Hierbei hatten die Spieler die Möglichkeit, im Dribbelkreis verschiedene neue Techniken zu erlernen sowie bereits bekannte den anderen näher zu bringen. Diese neuen Fähigkeiten sollten sie daraufhin in Spielen wie dem „Basketball-Fußball“ anwenden. In dem Teil, in dem wir uns mit dem Passen beschäftigten, probierten wir neue, bis dahin zum Teil unbekannte Bewegungen, die man immer schon einmal erlernen wollte, wie den Pass hinterm Rücken, sowie Techniken, die eigentlich erst im fortgeschrittenen Alter erlernt werden, wie der Pocketpass. Im Anschluss standen hier gemeinsames Spielen und eine Runde „Bump out“ auf der Tagesordnung.

Nach dieser sehr vollen ersten Einheit hatten die Spielerinnen und Spieler die Möglichkeit, sich auszuruhen und Mittag zu essen. Leons Vater hatte sich freundlicherweise bereiterklärt, die Woche über das Kochen für uns zu übernehmen, sehr zur Zufriedenheit aller Beteiligten, die das Essen sehr lecker fanden. Am ersten Tag standen für uns Nudeln mit Sauce Bolognese auf dem Speiseplan.

Im zweiten Teil unseres Trainingstages widmeten wir uns nach einer gemeinsamen Erwärmung und einem kleinen Athletikteil, der überraschend wenig Enthusiasmus bei den Spielerinnen und Spielern auslöste, dem 1-gegen-1- und 3-gegen-3-Spiel, welchem sie deutlich mehr abgewinnen konnten. Das 3-gegen-3 wurde als Turnier mit wechselnden Mannschaften die Woche über fortgesetzt. Auch diese Einheit beendeten wir mit ein paar Wurfspielen und der Ansage, dass aufgrund des Halloweenfests am nächsten Tag, eine kleine Verkleidung mitzubringen

sei.

Dienstag: Auch für den zweiten Camp-Tag hatten wir uns einiges vorgenommen. An diesem Tag lag der Fokus vor allem auf verschiedenen Korblegertechniken und dem Werfen, was in der Regel große Begeisterung bei den Spielerinnen und Spielern auslöst. Hierfür teilten wir nach einer gemeinsamen Erwärmung mit verschiedenen Spielen die Gruppe. In den Kleingruppen feilten wir an den Wurf- und Korbleger-Grundtechniken sowie an Bewegungen, die für viele bis dahin neu waren, wie dem Reverse- oder dem Powerkorbleger und auch dem Floater. Diese wurden durch die Spielerinnen und Spieler im Laufe des Camps bereits in unterschiedlicher Art und Weise ausgeführt, sehr zur Freude der beteiligten Trainerinnen und Trainer. Es folgte außerdem innerhalb der Gruppen das 1-gegen-1-Spiel, wobei die neuen Techniken besonders belohnt wurden. Am Ende dieser Einheit fand auch hier wieder ein gemeinsames Spielen vor der Mittagspause statt.

Für heute standen Pellkartoffeln und selbstgemachter Kräuterquark auf dem Speiseplan, was allen sehr gut geschmeckt hat. Während wir Trainer die Zeit nutzten, um für etwas Ordnung in der Vereinswohnung zu sorgen, hatten die Kinder Zeit, um sich vor der zweiten Einheit noch ein wenig auszuruhen.

Nach der Pause machten wir nach einer gemeinsamen Erwärmung in den Gruppen weiter, in denen wir aufgehört hatten, wiederholten hier Gelerntes aus der ersten Einheit und probierten noch ein paar neue Bewegungen aus. Im Anschluss, veranstalten wir ein paar Halloween-Spiele zum Abschluss dieses Camp-Tages. In Spielen wie „Zombieball“ oder dem Wurfspiel „Feuer, Wasser, gelöscht“, was zur Feier des Tages eine Namensänderung hin zu „Lebend, Zombie, tot“ erfuhr, konnten die Kinder die mitgebrachten Masken und kleinen Verkleidungen tragen und bei abgedunkelter Halle zu schauriger Musik bereits in eine angenehm gruselige Atmosphäre eintauchen.

Mittwoch: Am folgenden Tag, trafen wir uns wie schon die anderen beiden Tage um 10 Uhr zum Trainingsbeginn, wo es daran ging, den in der Regel mit Süßigkeiten gefeierten Halloween- Abend mit etwas Sport auszugleichen. Heute stand das Tagesthema Defense auf dem Programm. Wie erwartet, sorgte diese Ansage nicht für Wellen der Begeisterung bei den Spielern, die Stimmung konnte jedoch mit ein paar Spielen zu Anfang, wie dem Fangenspiel „Schwarz-Weiß“, bei dem es auf eine schnelle Reaktion ankommt, sofort gehoben werden. Im Anschluss standen der „Monkey“-Drill und „Defense-Zick-Zack“ an.  Die Fortsetzung des 3-gegen-3-Turniers sowie eine große Runde „Bump out“ machten anfängliche Erschöpfungserscheinungen schnell vergessen.

Und so freuten sich alle mit großem Appetit auf das Mittagessen. Heute gab es ein leckeres Hühnerfrikassee. Weil, wie bereits erwähnt, der erste Teil recht anstrengend war, verlängerte sich die Mittagspause ein wenig, damit wir alle genug Kraft für das Highlight des heutigen Tages aufzubringen im Stande waren: Dem Besuch des „South Beach Berlin“, wo wir in Vorbereitung auf das Camp ein Beach-Soccer-Feld gemietet hatten.

Bevor wir jedoch dahin aufbrachen, spielten wir nach der Mittagspause noch ein paar kleine Spiele, die sich die Kinder aussuchen konnten, um die Wartezeit ein wenig zu überbrücken. Im Anschluss daran packten wir unsere Sachen und machten uns zu Fuß auf den Weg zum „South Beach“. Alle waren froh, nach dem Weg, dessen Länge Spielerinnen und Spieler und Betreuer sehr unterschiedlich wahrnahmen, an besagter Anlage anzukommen. Dort wurden wir sehr positiv überrascht, als wir herausfanden, dass wir die einzigen auf der Anlage waren und unsere Bewegungsfreiheit dementsprechend groß. Alle zogen sich schneller um als gewöhnlich, in Vorfreude auf das Spielen im Sand. Der Rest des Nachmittags gestaltete sich sehr lustig, trotz der Anstrengung vom Anfang des Tages waren alle recht ausgelassen. Ein erstes Fußballturnier ging mit einem knappen Sieg des Teams um Coach Leon aus. Im Spiel Betreuer gegen Spielerinnen und Spieler unterlagen die Betreuer nach einem Zwischenstand von 6 zu 6 mit einem Tor. Es blieb noch Zeit für ein zweites kleines Turnier, bei dem sich diesmal das Team um Betreuer Janek durchsetzen konnte. Um halb sechs endete dieser längste Camp-Tag und die Kinder wurden erschöpft aber happy ihren wartenden Eltern übergeben.

Donnerstag: Bevor wir in diesen vorletzten Tag des Camps starten konnten, wartete auf uns Trainer, die wir etwas früher in der Halle waren, eine unangenehme Überraschung, der Strom war ausgefallen und würde voraussichtlich erst gegen 11 wieder funktionieren. Bis dahin mussten wir also diesmal mit der oberen Turnhalle vorlieb nehmen, in die mehr Tageslicht fällt. Zur Begrüßung spielten wir wie gewohnt ein paar Spiele zur Erwärmung, diesmal mit dabei das „10er-Passen“ mit Tic Tac Toe, was für viel Freude sorgte. Anschließend stellten wir den Kindern den Schwerpunkt für den heutigen Camp-Tag vor: die Fastbreak Offense, und obwohl einige damit bisher eher weniger konfrontiert waren, gestaltete sich das Training sehr gut, nachdem wir in einigen Übungen die 2-gegen-1-Überzahl mit und ohne nachlaufendem Verteidiger eingeübt hatten. Wir übten auch noch den „11-Mann-Drill“ ein, bevor wir uns zum Essen und für die Mittagspause bereitmachten.

Heute gab es eine leckere Suppe frische Suppe für alle.  Für den frühen Nachmittag stand das gemeinsame Gucken eines Films an. Dafür hatten wir einige mitgebracht, von denen die meisten etwas mit Basketball zu tun hatten. Die Kinder entschieden sich für die Champions-DVD der Dallas Mavericks von 2011.

Angetan von den Leistungen der Mavs rund um Dirk Nowitzki, bekamen sie im Anschluss selber die Möglichkeit, sich für die Playoffs unseres kleinen aber feinen Turniers zu qualifizieren, da im letzten Teil des heutigen Tages, auch hier natürlich nach einer Erwärmungsphase, die vorletzte Runde 3-gegen-3 anstand, und somit die letzte Möglichkeit, Punkte zu sammeln. Nach dem diese Runden gespielt waren, ließen wir den Tag locker mit ein paar Wurfspielen ausklingen. Leider mussten uns an diesem Tag schon ein paar Camper verlassen, und so hieß es auch heute schon für uns, uns bei ein paar Spielern zu verabschieden.

Freitag: Am letzten Tag trafen wir uns wie gewohnt in aller Frühe, um in den abschließenden Themenschwerpunkt zu starten. Heute stand die „Cut&Fill“-Offense auf dem Programm. Gemeinsam erwärmten wir uns mit dem Hase-und-Jäger-Spiel, bei dem, nach vier Tagen mit vollem Trainingsprogramm, alle schon ordentlich ins Schwitzen kamen. Wir teilten daraufhin die Gruppen nach Alter und begannen, die Laufwege erst ohne Verteidiger und dann spielerisch im 1-gegen-1 und 2-gegen-2 einzustudieren. Nachdem das geschafft war, spielten wir noch eine gemeinsame Runde „Bump out“ zusammen, bevor es ans Mittagessen ging.

Heute langten die Kinder besonders zu, denn sie hatten die Möglichkeit, sich aus vorbereiteten Zutaten eigene Wraps zu machen. Manche hatten so großen Hunger, dass sie gleich drei Stück aßen. Es blieb jedoch noch Zeit, um ein bisschen zu verdauen, bevor wir mit der letzten Einheit dieses Camps beginnen sollten.

Während, die Kinder unten ein bisschen werfen durften, bereiteten wir Trainer oben eine Runde Gerätebrennball vor, sehr zur Freude der Kinder, von denen die meisten schon vergessen hatten, dass wir dieses Spiel am letzten Tag noch einmal spielen wollten. Es spielte das Team von Coach Leon gegen das Team von Coach Johannes. Mit einem knappen 33 zu 36 konnte sich das Team von Coach Johannes durchsetzen und durfte eine Strafe für das verlierende Team festlegen. Sie entschieden sich für 50 Burpees, die das Team untereinander aufteilen konnte. Im Anschluss räumten wir noch die obere Halle auf. Es folgte die Verlesung der sechs besten 3-gegen-3-Spieler, die in wechselnden Konstellationen untereinander den Sieger ausspielen sollten. Doch auch für die, die sich nicht für die Playoffs qualifiziert hatten, standen noch Spiele an. In den Playoffs spielten Leevi, Anton, Paul, Theo, Fritzi und Lars in drei Runden den Gewinner aus. Nach zwei Runden hatten sich Leevi und Theo an die Spitze gesetzt und spielten nun mit ihrer jeweiligen Mannschaft das Finale. In einem sehr spannenden Finalspiel konnten sich Theo und seine Mannschaft dann mit 7:5 durchsetzen. Doch die Enttäuschung bei den Verlierern war nicht von Dauer. Es standen nun nochmal ein großes Camp-Foto und die letzten Spiele des Camps, welche sich die Kinder selber aussuchen konnten, auf dem Programm. Das Camp endete mit einer letzten Runde „Bump-out“. Jetzt war es an uns, uns zu verabschieden, und mit einem letzten „BBS, go, go, go!“ gingen wir nach einer anstrengenden, aber sehr spaßigen Woche in das Wochenende.

Wir Trainer bedanken uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei den Eltern, die dieses Camp ermöglicht haben, bei allen Helferinnen und Helfern und natürlich bei den Kindern, die mitgemacht haben, für ein tolles Herbstcamp 2017!

Ein Gedanke zu „Campbericht: BBS Herbstcamp 2017

  1. Vielen Dank aus Großelternsicht für das sehr gelungene Camp und den so ausführlichen Bericht !
    Ganz besonders hervorzuheben ist die Kochkunst von Leons Vater und sein dankenswertes Engagement für den Verein.
    Das bewirkt schon Vorfreude und Appetit auf das Ostercamp 2018.

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